Dumme Bibel

2. Buch Lebens­brat­pfanne

Die Verheißung

Prinz Adam, der Krieger des Herrn, der einst sein Dorf von der Plage des Heidentums befreite und den Frieden brachte, zog durch das Land Puhup, wo der Pjongyantun in den Yôtohno fließt.

Er suchte ein neues Heim und neue Brüder, mit denen er seinen Glauben teilen konnte.

Assi_Peter2.0x, der Herr, wies ihm den Weg in Form eines Schmetterlings, der seine eisigen Flügel schlug und alles Land umher in ewigen Schnee hüllte.

Doch Prinz Adam fror nicht, denn er vertraute dem Weg des Herrn.

Nur wer sich der Macht des Herrn widersetzte, wurde im Pfad des Schmetterlings durchbohrt von gewaltigen Eisspitzen und starb qualvoll. So brachte der Herr Frieden in das Land Puhup und die Menschen sahen sein gutes Werk und jubelierten.

Und Prinz Adam sah die Jubelnden und richtete über sie mit dem Heiligen Schwert, denn sie verhielten sich unsittlich in Gegenwart des Herrn.

Nach siebenundvierzig und drei Viertel Tagen und siebenundvierzig und drei Viertel Nächten der Wanderung gelangte Prinz Adam in das Dorf Funih in Geleit des Herrn.

Assi_Peter2.0x, der Herr, sprach voll der Weisheit: Hier sollst du rasten und aufschlagen dein Domizil. Dies ist der Ort, von dem aus du Glück und Reichtum über das Land Puhup bringen wirst.

Prinz Adam, der geseligte Krieger, hörte dies und begann zu beten.

Als der nächste Morgen anbrach, ging Prinz Adam hin zum Ältesten des Dorfes und verlangte nach Unterkunft. Er erzählte dem Alten von der Verheißung des Herrn, dass dem ganzen Reiche Glück und Reichtum bevorstehe, wenn er die Wünsche des allmächtigen Herrn befolge.

Der Dorfälteste, ein Mann mit Namen Yüldürüm, aus dem Geschlecht der Deenah, war recht unterrichtet in der Lehre des Herrn und ehrte diese.

Er versicherte Prinz Adam, dass alle Mittel ihm zustehen, um das Werk des Herrn zu vollenden, und ließ schicken nach einer Bleibe und einem wohlen Mahl für den heiligen Krieger.

Da ergriff Prinz Adam sein gesalbtes Schwert und schlug den Körper des Alten entzwei und sein Blut spritzte bis an die Decke und seine Gedärme verteilten sich im ganzen Saal.

Prinz Adam stieß das Heilige Schwert in die Seite des gespaltenen Schädels des Mannes und verkündete: ich, Prinz Adam, der Vollstrecker meines Herrn, erkannte die List dieses falschen Mannes!

Er wurde geschickt von der Ausgeburt des Bösen selbst, um zu hintergehen die ehrbaren Mannes des Glaubens.

Er erschien in Tarnung eines frommen Mannes, aber war er doch ein Täuscher, der den Namen des Herrn beschmutzte. Ich spürte seine Laster und bestrafte ihn angemessen.

Um das Dorf Funih vor der Gotteslästerung zu schützen, werde ich die Führung dieses Dorfes und all seiner Bewohner übernehmen, so wahr mir Assi_Peter2.0x, der Herr, helfe.

Dieses Dorf wird erblühen im Lichte des Herrn, unter meiner Herrschaft und der meiner Nachkommen. So verkündete er es dem Volke, und er schlug jeden nieder, der seine Herrschaft nicht anerkannte.

Assi_Peter2.0x, der Herr, sah die fromme Tat seines treuen Dieners. Und siehe, es war gut.

Die Schriften des Marquee­lesop­ticus

Der Gelehrte Marqueelesopticus aus der Provinz Schnösien war mit seinem Privatjet zu seiner Privatyacht, die ihm zu seiner Privatinsel brachte.

Dort zog er sich zurück, wenn er die Dummen Seiten des Herrn studierte, denn er fühlte sich dem Herrn sehr verbunden.

Er nahm hervor ein Bildnis der Dummen Seite Bob.html, welche der Herr von seinem Engel Random erhielt.

Die Schönheit der Schrift überwältigte ihn, doch er verblieb in seiner akademischen Seriösität, um die Wahrheit erfahren zu können.

Er untersuchte die Seite drei Tage und drei Nächte lang, doch er erkannte nicht die Weisheit.

Dann, am vierten Tage seiner Studien, erschütterte ein Erdbeben die Insel und das Gebiet um die Insel, ausgelöst durch Fracking im nahegelegenen Erdgasfeld Nord.

Marqueelesopticus’ Hütte wackelte und zitterte und die Dumme Seite fiel zu Boden. Der Gelehrte erstarrte vor Schrecken, als er dies sah, und es löste sich ein Brett aus dem Dache der Hütte und schlug ihn auf den Kopf.

Marqueelesopticus ward bewusstlos und schlief für achtunddreißig Jahre und sieben Monde. Als er aufwachte, war das Beben vorbei und er sah nach der Dummen Seite, ob sie heil sei.

Da erblickte er etwas Wunderbarliches: obwohl die Erde stillstand, bewegten sich noch immer die heiligen Worte. Sie wanderten von links nach rechts und wieder nach links, von wo aus sie wieder nach rechts wanderten.

Nun erkannte Marqueelesopticus, worin der Sinn der Dummen Seiten lag. Da erschien ihm plötzlich Assi_Peter2.0x, der Herr, in Gestalt einer Seewespe und sprach:

Du hast gefunden die versteckte Wahrheit meiner Schöpfung, die zuvor niemand je fand. Deine Entdeckung soll tragen den deinen Namen und bekannt sein als <marquee>.

Sie wird bereichern alle Dummen Seiten und dein Name soll bekannt sein im ganzen Land. Dies sei dein gerechter Lohn.

Der Gelehrte fragte den Herrn: Wird das <marquee>, meine Entdeckung, zu der du mich leitetest, aufgenommen werden in den HTML-Standard?

Der Herr antwortete: Nein, aber ich werde erschaffen eine Reihe von CSS-Eigenschaften mit annähernd derselben Funktion, welche von keinem größeren Browser unterstützt werden.

So sprach Assi_Peter2.0x, der Herr, und verschwand. Es geschah darauffort alles, wie der Herr es verkündete. Und Marqueelesopticus, der Gelehrte aus der Provinz Schnösien, ward selig.

Ein Vers des Glaubens

Mein Herr, der Herr, ist Herr der Herren

Und hört sein Heer, es gibt viel her

Denn hört der Herr, noch höher hier

Wie hurtig wir gehorchen. SooS.

Glaubens­bekenntnis an den Herrn

Ich glaube an Assi_Peter2.0x, den Herrn

Den weisen Schöpfer der Welt

Den Bringer des Guten

Den Zerstörer des Bösen

Den einzigen Herrscher aller Welten

Geheiligt sei der allmächtige Herr. SooS.

Das Unglück Sisra­leels

Im Land Frahibenh gab es ein Volk, das nannte sich Sisraleel. Das Volk der Sisraleeliten lebte streng nach den Satzungen des Herrn.

Sie waren frommer als jedes andere Volk im Land Frahibenh und frommer als jedes Volk in allen anderen Landen. Sie waren wahrlich rechte Menschen.

Als Assi_Peter2.0x, der Herr, dies sah, belohnte er die Sisraleeliten mit der göttlichen Weisheit seiner und das Volk erblühte und ward groß und wohl.

Der Herr sprach zu dem Volke: Ihr seid meine Kinder und verhaltet euch richtig aus aller Sicht. Da jubelten die Menschen und ehrten Assi_Peter2.0x, den Herrn, für seine Güte.

Doch am sechs und drei Viertelsten Tage der Erntezeit – es war eine reiche Ernte durch die Waltung des Herrn und die Speicher waren gefüllt mit allerlei Gerste – brach herein ein schweres Unwetter über die Sisraleeliten.

Es wurden zerstört die Speicher und die Gerste quoll über die Straßen. Und die Felder waren geflutet und kein Halm stand mehr und es war viel Leid.

Die Menschen riefen zu ihrem Herrn: wie konnte dies geschehen? denn es ist viel Leid über uns. Unsere Ernte ist vernichtet und unsere Häuser und Gassen voller Gerstenbrei.

Wie sollen wir nun schauen die Geschichten des Detektivs Conan Edogawa, mit denen du uns segnetest.

Und auch One Piece, deine unendliche Weisheit, die wir studierten und ehrten, ist nicht mehr.

Der Herr beruhigte das Volk der Sisraleeliten aus dem Land Frahibenh und antwortete: Dies kann nur sein das Werk Spamatans, doch dies ist nicht möglich, denn ich strafte ihn einst.

Da schritt hervor eine Frau namens Christine, gehüllt in eine Kutte aus Pink Camouflage, und redete mit dem Herrn: Haltet ein, denn ich kenne einen Ort neuen Lebens, wo das Böse machtlos ist gegen deine Kraft.

Dort kann mein Volk siedeln in Frieden.

Der Herr sprach: Führe mein Volk in dieses Land und du sollst erfahren großen Lohn. Und siehe, es ward geworden.

Die Frau führte die Sisraleeliten in das Land bplaced, wo der Herr einst den Server für die Dummen Seiten fand. An diesem Ort war die Macht des Herrn stark und stärker denn je.

Doch nun herrschte in bplaced ein schrecklicher König über sein heidnisches Volk.

Er trug den sündhaften Namen Adalgoh und als er das Volk der Sisraleeliten sah, fragte er sie: glaubt ihr an Adalgoh, den einzig wahren Gott.

Die Sisraleeliten antworteten: nein. Assi_Peter2.0x, der Herr, ist der einzige Gott, der Herr aller Herren.

Da ließ Adalgoh köpfen die ersten zehn Mannen des Glaubens und legte die restlichen in Ketten und versklavte sie.

Das Volk Sisraleel erlitt schwerste Qualen und musste schuften für die Schundmäler des Eindringlinger-Os Adalgoh, doch sie behielten Hoffnung, denn der Herr würde sie befreien aus der Not.

Plagen über bplaced­land

Cehes, ein Sisraleelit, der seit fünf und sieben Drittel Tagen und fünf und sieben Drittel Nächten an einer dadaistischen Kolossalstatue für den Eindringlinger-O arbeitete, ging hin zu Christine, die die Sisraleeliten nach bplaced lenkte, und stellte sie zur Sprache.

Wieso führtest du uns hierher, fragte er und fuhr fort: Hier können wir nicht leben, denn wir müssen dienen dem Heidenkönig. Wir werden gepeitscht und gepeinigt. Du allein führtest das Volk Sisraleel in die Verdammnis!

Doch Christine entgegnete Cehes’ Anschuld mit erhobenem Haupte: Assi_Peter2.0x, der Herr, ließ dies geschehen. Er führte mich auf unserer Reise.

Er will prüfen unseren Glauben, doch er wird uns retten. Mit der Hilfe des Herrn werde ich unser Volk befreien.

Erzähle dies den Volksgenossen und lass ablenken die Wachen am Südosttor der Stadt. Ich werde fortgehen und erbitten die Hilfe des Herrn. Ich verspreche euch: in zehn Tagen sind wir frei.

Cehes traute Christine nicht, doch er tat, wie ihm geheißen, und setzte die Sisraleeliten in Kenntnis von ihrem Vorhaben. Und er nahm ein Knäuel feinster Seide und vernarrte damit die Wachen am Tor.

Christine verhüllte ihr Geböst mit ihrer Kutte und schlich durch das Tor der Stadt hinaus in die Wüste. Sie wanderte für sieben­und­zwanzig Septilliarden und acht­hundert­und­zwanzig Septillionen Planck-Zeiten, bis sie eine freiliegende Rohrleitung erreichte.

Sie sprach zu dem Rohr: Oh Herr, ich nahm die Gefahren des Sandes auf mich, um diese heilige Stätte zu erreichen. Ich bitte dich, oh Herr, mein Volk muss frei sein.

Assi_Peter2.0x, der Herr, entstieg einem Leck des Rohres in Gestalt eines Strudelwurms und sprach: Die Sisraleeliten sind meine Kinder. Du hast deine Ehrbarkeit erwiesen und sollst Lohn erfahren.

Bei Anbruch des nächsten Morgens werden deine Schwestern und Brüder von dannen ziehen können in das gelobte Land und bplaced wird hinter ihnen liegen. So sprach der Herr.

Christine rief den Herrn zum Warten auf, denn sie hatte etwas auszusetzen an dem göttlichen Plan.

Sie sprach: Ich versprach meinen Genossen, sie werden in zehn Tagen verlassen können dieses Land. Ich werde dastehen als Lügnerin, wenn wir befreit werden auf der Stelle.

Du musst verzögern unsere Ausreise um zehn Tage und zehn Nächte; dann erst wird mein Wort wahr sein vor meinem Volke.

Assi_Peter2.0x, der Herr, vernahm dies und sagte: So sei es denn. Nehme diesen Bambusstock und trete mit ihm vor den Eindringlinger-O.

Du wirst fordern: lass mein Volk ziehen. Doch er wird’s verweigern und du stoßest den Stock in den Sand und sprichst: Der Herr wird Plagen schicken über dein Land und dein Volk, bis du uns ziehen lässt.

Dies waren die Worte des Herrn und Christine nahm den Bambus und kehrte zurück zur Stadt.

Sie trat alsbald vor Adalgoh und die Augen und Ohren der Sisraleeliten lagen auf ihr. Christine rief zu dem Heidenkönig: Lass mein Volk ziehen.

Der Eindringlinger-O ward zornig und gab zurück: niemals werdet ihr ziehen aus meinem Reich! Eure Arbeit wird gebraucht zur Errichtung meiner Ehrmäler.

Da stieß Christine den Bambusstock des Herrn in den Boden und schrie heraus: Der Herr wird Plagen schicken über dein Land und dein Volk, bis du uns ziehen lässt!

Promptemente ward der Himmel burlywood­farbend und von Weitem her drang ein schreckliches Gröhlen an die Ohren der Anwesenden.

Ein alaskanischer Stierwurm trat hervor aus dem Erdreich und er verschlang alle Ananasse des Eindringlinger-Os und er fraß den Hintern des königlichen Auto­mechanikers und den Schwanz des Eichhörnchens im Palast Adalgohs.

Der Eindringlinger-O sah dies mit Schrecken, doch sprach er: euer Gott ist machtlos gegen mich! Ich werde nicht nachgeben durch solch ein lächerliches Schauspiel seiner Macht! Ihr bleibet meine Sklaven auf Lebenszeit!

Adalgoh wandte sich ab und ritt von dannen und sein Volk blieb zurück in großem Unglück.

Die Sisraleeliten redeten zu Christine: es funktionierte nicht. Noch immer müssen wir schuften für den Heiden. Dein Plan missglückte.

Christine gab ihnen neuen Mut: verzagt nicht, denn dieser Plan war gesponnen von unserem Herrn und kann somit nicht verfehlen seinen Zweck. Ich verspreche euch: in neun Tagen sind wir frei.

Am nächsten Nachmittag ging Christine auf den großen Markt der Stadt und traf dort den Eindringlinger-O Adalgoh. Dieser war zugegen, um sich ein neues Nacken­massagegerät zuzulegen, denn sein altes war dahingeschieden.

Christine erblickte den Sünder und stellte sich in seinen Weg und sprach: sahest du nicht, was geschehen am letzten Tag? Erlöse deine Untertanen von den Qualen und erfülle den Wunsch des Herrn. Lass mein Volk ziehen!

Da bäumte sich Adalgoh auf und spie: Es gibt keinen Herrn! Ich bin der einzig wahre und wahrhaftige Gott! Niemals wird dein Volk frei sein, denn es wird auf ewig Eigen sein meiner und meiner Nachkommen!

So sei es, sprach Christine, und rammte ihren Bambusstab abermals in den Staub.

Der Himmel verfärbte sich light­seagreen­farbend und aus dem Dreck stiegen hervor Schwärme von Faden­würmern. Und der Markt war bedeckt von Faden­würmern und bald die ganze Stadt.

Das Wurmgetier stürzte sich über das Land. Es sprang durch die Gassen und Straßen und vernichtete jegliches Gut auf ihrem Weg.

Die Würmer zerfraßen die Steine und Ziegel, aus denen die Häuser gebaut. und die Bauten stürzten ein Reihe um Reihe und begruben die Familien unter sich.

Ein schreckliches Geschrei hallte durch das gesamte Königreich, doch der Plage tat’s keinen Abbruch.

Selbst die Felsen und Kiesel im örtlichen Steingarten waren vollends verzehrt und zurück blieb nichts als Staub und Leere.

Sämtliche Obststände in bplaced wurden vandaliert und alle Frucht leergetrunken von den Würmern. Die Heiden des Landes hatten nur noch leere Hüllen und Samen und konnten nicht mehr speisen, wie sie es immer taten.

Die Ernte von Monaten ward zerstört und konnte nicht ersetzt werden.

Nachdem ihr Werk getan, verschwanden die Fadenwürmer und waren nie wieder gesehen. So hat es sich zugetragen.

Die Meute war unterdes verzweifelt geflüchtet vor der Infestation – vergebens – nur Adalgoh blieb standens und Christine verblieb in ihrer Statur.

Sie sprach zum Eindringlinger-O: siehe, was deiner blüht, wenn du weiterhin verweigerst des Herrn Wille.

Doch der Sündhafte unterbrach sie mit: dies war nicht das Werk eures Gottes, denn er hat keine Macht.

Christine breitete aus ihre Arme und schrie: Blicke auf das Lager der Sisraleeliten! Unser Volk blieb verschont von der Gräßlichkeit der Würmer.

Der Herr schützte meine Brüder und Schwestern, denn die Strafe galt dir und büßen muss dein Gefolge.

Du verspieltest leichtsinnig deine Chance, das Rechte zu tun. Am morgigen Tage wirst du eine neue erhalten und dann noch sieben Tage darauf.

Und bei jeder Ablehnung der Forderung des Herrn wird die Buße größer und fürchterbarer sein. Merk dir meine Worte, so wahr mir Assi_Peter2.0x, der Herr, helfe.

Da entsprang der blanke Zorn dem Gemüt Adalgohs und er orderte Christine davon. Er ließ verriegeln das Lager der Sisraleeliten und verkürzte ihre Rationen.

Die Sisraleeliten bekamen Sorge, doch Christine beruhigte sie und sagte: Ich verspreche euch: in acht Tagen sind wir frei.

Der törrichte Eindringlinger-O

Am nächsten Morgen wurde das Volk Sisraleel früh geholt aus ihren Betten und sie wurden verkettet und verladen auf Wagen, vor denen gespannt waren je zwei Giraffen.

Die Gefuhre brachten sie zum neuen IT-Zentrum der Hauptstadt und die Kinder des Herrn mussten einrichten die veralteten Rechner und verlegen alle Kabel und Drähte.

Die Zöglinge mussten kriechen in die tiefen Serverschächte und manuell redundante Updates installieren, auf jeden einzeln.

Sie waren sich sicher: dies ist die Strafe des Eindringlinger-Os für das, was geschah.

Jaikari, die alte Kräuterfrau des Stammes, wandte sich an Christine und schimpfte: dies ist deine Schuld. Dein Plan führte uns in diese Misere.

Doch Christine entgegnete lediglich: Es ist nicht mein Plan, sondern der unseres Herrn.

Der Herr weiß, was er tut, und wirkt durch mich. Haltet durch und lasst mich walten. mir kommt eine Idee.

Sie stand auf und ging stracks zum Büro des Eindringlinger-Os, welches sich im dritten Zwischengeschoss befand.

Sie klopfte an die Tür, doch sie wartete nicht auf eine Antwort, sondern betrat den Raum. Adalgoh, der Blaspheme, war vertieft in einige Akten, doch bemerkte er Christine und sprang auf.

Wie kannst du es wagen, rief er, du hast Arbeiten zu verrichten. Verlasse mein Büro!

Christine stemmte sich: Eindringlinger-O! Du tatest meinen Genossen Leid an und widersetzt dich der einzig heiligen Macht.

Gestehe deine Missdanken ein und lass mein Volk ziehen!

Doch erneut sah der Eindringlinger-O nicht und war geblendet von seiner eigenen Arroganz. Solch ein vernebelter Geist erfährt nicht die Weisheit des Herrn.

Du hattest die Wahl, doch du warst dumm, kreischte Christine und stieß den Bambus des Herrn in den rauen, kurzfaserigen Teppich.

Der Herr wird bringen über dich den Fluch der objekt­orientierten Programmierung!

Der Himmel ward perufarbend und dunkle box-shadows erschienen am Firlament.

Adalgoh sah sein voll funktionelles Programm und siehe: es erschien ein public static void main(String[] args) im Quellcode!

Und jedes kleine Programm und Skript trug nun die Marke des public static void main(String[] args).

Und es wurden Klassen deklariert und Objekte erschaffen für Dinge, die keine Objekte sind und es nie waren.

Sämtliche Additions­operationen waren jetzt durch dreistufige Klassen­hierarchien repräsentiert und das Lambda-Kalkül floss durch den Äther und vereinnahmte die Menschen.

Doch es ward noch schrecklicher: Interfaces, unzählbar in ihrer Masse, wurden implementiert und der Code schwoll an und ward verschachtelt und lang, doch änderte sich seine Funktion nicht.

Es entstand Datenkapselung, sodass alle Attribute nun versteckt waren. Und es wurden nötig zahllose get- und set-Methoden und der Code hatte doppelte Zeilen, ohne eine Änderung der Funktion.

Adalgoh sah mit Schrecken, wie seine Programme Strings als unterschiedlich bezeichneten, obwohl sie identische Zeichenfolgen enthielten.

Alle Gleichheits­operatoren wurden ersetzt durch equals() und der Code ward abermals länger und verwirrender.

Die Server ächzten bereits unter der großen Datenmenge, doch das Schlimmste stand noch bevor.

Der Schreibtisch des Eindringlinger-Os brach entzwei und aus dem Abyss stieg hervor System.out.println() und verfluchte alle print-Funktionen.

Es folgte BufferedReader stdin = new BufferedReader(new InputStreamReader(System.in)) und alle readLine-Funktionen waren verdorben und schwarzgrau.

Wahrlich waren nun endgültig die Programme der Heiden ruiniert und waren undurchsichtig und kompliziert, obgleich ihre Wirkungsweise gänzlich unverändert blieb.

Siehe, was deine Torheit heraufbeschwor! Büße für deine Wege, auf denen du irrst.

Dem Eindringlinger-O verblieb der Atem und er musste nehmen drei Züge von seinem Inhalator, worauf er hinausstieß die schlimmsten Flüche auf Christine und Sisraleel und Assi_Peter2.0x, den Herrn.

Seine Zunge war besessen und spie Gift und Galle, blind vor Wut und Eifer.

Der Unfromme entriss Christine ihren Bambus und verstaute ihn in einer Tafel und Wachen führten Christine ab und hinaus auf die Straße.

Beim Herausgehen sagte Christine zu des Herrn Knechten: Sorget euch nicht um mich. Ich verspreche euch: in sieben Tagen sind wir frei.

Christine ward fortgebracht und die Sisraleeliten waren in ihr Lager zurückgezwungen, wo sie fortan hausen mussten ohne Licht bei Nacht und das Wasser aus der Quelle ward versiegelt und ersetzt durch billige Energy-Drinks.

Sie bekamen nur trocken Brot zu speisen und darbten nach mehr, denn ihre Rationen standen abermals verkürzt.

Der Eindringlinger-O berief seine dreizehn Berater zu sich in den großen Heidenpalast und ließ sie Platz nehmen an einer gewaltigen, runden Tafel.

Er sprach voller Ernst zu den Versammelten: das Volk Sisraleel ist eine Plage, die unser Land zerstört. Gebet mir Bericht über das Leid und den Schaden, der herrschte und herrscht.

Einer der Berater erhob seinen massigen Leib und las von einer Schriftrolle: fünftausend­und­zweihundert Bürger sind tot; Darüber hinaus elftausend­und­siebenhundert Kleinvieh und zwanzig­tausend Großvieh sind verkommen.

In Trümmern liegen Hunderte von Häusern und Gebäuden. Es mangelt an Nahrung, an Wasser, an allem.

Die Macht des Gottes Sisraleels ist zu gewaltig, oh Allmächtiger,– Ihr müsst die Sklaven ziehen lassen.

Adalgoh stieß mit den Fäusten auf den Tisch vor sich. Es gibt keinen Gott Sisraleels, brüllte der Sündige, ich bin Gott! ich bin Gott! ich bin der Gott!

ich allein habe die Macht über alles auf Erden und alles über Erden. Kein Sklavengötze wird mich, Adalgoh, den Eindringlinger-O, in die Schranken weisen.

Du sollst bezahlen für diese Gottesschande. Lasset ihn bei lebendigem Leibe sieden.

Und er wurde festgenommen und in kochendes Fettöl getunkt.

Adalgoh sagte zu seinen zwölf Beratern: ich nahm diesem Weibe Christine ab einen Bambusstab.

Er muss verhext sein von uralten Mächten, denn immer, wenn er zugegen war und gestoßen ward zu Erden, kam eine Plage über das Land unserer Heimat.

Werfet Christine in den tiefsten aller Kerker, auf dass sie den Stab nie wieder erreiche. Morgen sollen die Sklaven schuften in der Ziegelei. Lasst es verkünden.

Christine in Gefangen­schaft und neue Plagen

Unweit der Hauptstadt des Heidenreiches liegt das Gefängnis Pinkle Down.

Es ist das größte Gefängnis im gesamten Lande und beherbergt alle Menschen, die der Eindringlinger-O als größte Verbrecher betrachtet.

Dabei lebten alle Insassen Zeit ihres Lebens nach den Regeln und Gesetzen des Herrn, doch widersetzt sich Adalgoh Assi_Peter2.0x, dem Herrn, und ist doch selbst der größte Verbrecher aller.

Christine, die die Kinder des Herrn zu retten versuchte, wurde gesperrt in eine dunkle, nasse Zelle und das Moos hing in langen Bändern von der Decke.

Die Tür war aus schwerem Livermorium und bat kein Entrinnen, so sehr man sie auch stieß.

Christine ward gefesselt an Händen und Füßen und sie ward gekettet an die Wand.

Doch zu ihrem Glücke befand sich in der Zelle ein leckendes Wasserrohr, von ähnelnder Gestalt dessen, welches sie einst in der Wüste fand.

Assi_Peter2.0x, der Herr, entstieg der Leitung in Gestalt eines Süßwasserpolypen.

Christine redete zum Herrn mit Beben in ihrer Stimme: Oh Herr, mein Herr, Herr aller Herren, siehe mein Unglück.

Adalgoh stahl deinen geweihten Bambus und sperrte mich ein wie ein Tier, das er doch selber ist.

Der Herr antwortete: Ich verstockte das Herz des Eindringlinger-Os. Er wollte dich töten, doch ich ließ ihn dich verhaften und knebeln.

Ich kann dich und dein Volk – meine Kinder – befreien und ihr werdet ziehen in das gelobte Land.

Doch Christine war dem Vorschlag des Herrn abgeneigt. Mein Versprechen dauert noch sieben weitere Tage an. Ich darf nicht als Lügnerin dastehen, oh Herr.

Befreit mich nur aus diesem Verließ und übergebet mir einen neuen Stab, und ich werde den Sünderkönig umstimmen.

So sei es, sprach der Herr, und das gesamte Gefängnis ging auf in einen riesigen Feuerball. Alle Mauern und Schlösser und Türen waren nun mehr Staub und Asche; alle Menschen waren tot.

Nur Christine überblieb unversehrt und konnte entfliehen.

Sie erhielt einen neuen Stock von Assi_Peter2.0x, dem Herrn,– dieser war aus Polyacryl und trug die Modefarben der Saison.

Christine, die Retterin, wanderte fort zur großen Stadt und siehe, der Plan des Herrn war wieder gelungen.


Wanderlied der Christine

Ich gehe nun daher geschwind

Aus Fängen des Adalgohs ich entrinnt

Ich wandle nun gen decalp-b, der großen Stadt im heil’gen bplaced

Und rette nun mein Volk einmal, wieder mal vom Joche dort

Ich fliehte aus dem Knaste nun, es gibt ein Raun

Wenn wird bekannt ich entfleucht aus Pinkle Down

Wenn nun Adalgoh ich erblick

Dann sehe ich nur dreck’gen Schlick

Und wenn ich nun seine Nase seh’

Muss ich erbrechen; das tut weh

Ich freute mich auf sein Gesicht

Wie er vor Erstaunen blickt

Dass ich entkam, ohne Scham

Wird ihm nicht schmecken

Doch kann er mich an meinem Hintern lecken

Ich wand’re durch die Wüste nun

Mit Freuden hat das nichts zu tun

Mein lieber Schwan, ward das ein Ritt

Und aus Rache spürt der Unsel’ge nun

Selbst wenn er sollte ruh’n

In sein Gesäß wird erfolgen ein kräft’ger, langer Tritt


Am Stadttor wurde Christine aufgehalten von Wachen, die sie nicht passieren ließen, denn sie sei als Sisraleelitin zu erkennen und es gab den Befehl, keinen Sklaven durch die Tore passieren zu lassen.

Doch wandte Christine eine List an, um die Wachen zu hintergehen.

Sie sagte: Erinnert euch genau an den Befehl, der euch gegeben ward. Wie lautete er?

Die Wache antwortete: es ward gesagt, lasst keinen Sklaven vom Volke der Sisraleeliten hinaus durch die Tore der Stadt.

Da entgegnete Christine gewandt: Horchet, es ward befohlen hinaus, doch ich gehe nicht hinaus, sondern betrete die Stadt und gehe in sie hinein.

Somit darf ich durch das Tor, oder wollt ihr mich widerlegen?

Die Wachen sahen ihren Fehler ein und ließen Christine passieren.

Diese List war der Weisheit des Herrn entsprungen; ein sündiger Geist konnte sie nicht durchschauen.

Der Eindringlinger-O bplacedlands spielte um diese Zeit des Tages Cricket mit seinen Sündenfreunden.

Christine schritt vor sie und stoppte ihren Ball vor seinem Ziel. Adalgoh ward bleich und erschrak.

Dann fragte er zornig: wie bist du hier? Du konntest unmöglich entkommen meinem Verlies! Wer ließ dich frei? er wird bestraft werden mit aller Härte.

Doch Christine schüttelte nur ihren Kopf. Du begreifst es nicht, Tor.

Der Herr, der gütige Herr befreite mich und keine Mauer und keine Kette wird ihm widerstehen können.

Beuge dich der unendlichen, göttlichen Macht des Herrn. Lass mein Volk ziehen!

Adalgoh sprang einen Satz. Du wagst es! Du trittst Gott entgegen und predigst von einem Gott!

Meine Kraft ist unbeschreibbar, dein Gott ist nur eine Illusion!

Niemals wird dein Volk ziehen und du, Weib, wirst modern in einem Loch ohne Boden, wo nie ein Strahl der Sonne dringt.

So sei es, sprach Christine, und zog hervor ihren neuen Polyacrylstab. Er stieß auf das Erdreich und der Staub stieg gen Himmel, und der Himmel ward darksalmonfarbend.

Die Wolken kreisten und verwirbelten sich und das Tageslicht verschwand in einem Augenschlag.

Ein Blitz fuhr herab und erstarrte wie Eis. Dann ein weiterer Blitz und er ward ebenfalls starr.

Zwei Blitze schlugen abermals zu Erden und wurden fest. Die Blitzruten umgab silbernblauer Kristall, so ein grünes Licht entstand.

Plötzlich war ganz bplaced gehüllt in grelles Leuchten.

Alle Menschen, alles Vieh und alles Getier, das den Wegen des Heiden folgte, ward winzig. Sie waren so winzig, als dass sie stehen konnten neben einer Gurke, ohne sie zu überragen.

Jeder Sisraleelit nahm zwanzig der kleinen Heiden in die Hand. Sie wurden geschleudert und gespielt in alle Richtungen und sie waren tot.

Dann nahm jeder Sisraleelit zwanzig in die Hand und Christine rief: Jetzt kommt die Riesenfaust. Und der Herr leitete die Hand seiner Kinder und die Sünder starben wie Fliegen unter den Händen.

Peah’pe, der dem Volk Sisraleel angehörte, wandte sich zu Christine: Assi_Peter2.0x, der Herr, schrumpfte den Despoten und seine Untertanen. Endlich sind wir freie Menschen!

Sie können uns nicht mehr halten. Lass uns fortgehen, Christine, auf dass wir das gelobte Land entdecken.

Doch Christine widersprach: Der Plan des Herrn hat viele Windungen, er ist nicht am Ende. Ich gab euch ein Versprechen, das ich mit Hilfe des Herrn erfülle.

Ich verspreche euch: in sechs Tagen sind wir frei.

Sie erhob ihren Stab und die kristallenen Blitze, welche die Form eines M annahmen, gaben ab das grüne Zauberlicht.

Jetzt verkleinerten sich auch alles Gehölz und Gesträuch im Land.

Alle Häuser warn kleiner und zuletzt schrumpfte das Volk Sisraleels auf die Größe ihrer Sklaventreiber.

Adalgoh ließ Christine festnehmen und sperrte die übrigen Kinder Gottes in einen verlassenen Steinbruch.

Assi_Peter2.0x, der Herr, überblickte all dies und sah mit Zufriedenheit die Erfüllung seines Plans näherrücken.

Nach der großen Katastrophe ward Christine sofort weggebracht.

Der Polyacrylstab des Herrn kam unter einen Schmiedehammer und ward zerstückelt. Dann zermahlte man die Scherbstücke und verarbeitete den Staub zu Kantinenessen.

Am Ufer des Sees Llòachareth warfen die Diener des Eindringlinger-Os Christine in den Schlick. Sie rollten große Marmorkugeln an den Strand, in die große Eisenschlaufen eingelassen waren.

An Christines Händen und Füßen wurden schwere Fesseln geschmiedet und mit starken Ketten mit den Schlaufen vereint.

Adalgoh trat vor die hilflos im Schlamm liegende Christine und höhnte: Lange genug war ich gnädig mit dir, doch nun sollst du büßen. Zur Mittagsstunde wird der Staudamm am Oberlauf Wasser entlassen in den See; Du wirst elendig ertrinken in den Fluten ohne Hoffnung auf Rettung. Ich will sehen, wie dein schwächlicher Gott massiven Marmor und härtestes Gusseisen durchbricht.

Der Eindringlinger-O Adalgoh ritt davon und lachte über das Elend Christines. Sie wandt sich und stemmte sich, doch ihre Knebeln gaben nicht nach.

Christine rief nach der Hilfe des Herrn: Oh Herr, befreie mich aus meinem nassen Grab, auf dass deine Kinder und meine Schwestern und Brüder entkommen den Missetaten dieses Sündhaftigen.

Assi_Peter2.0x, der Herr, entsprang den Wellen in Gestalt einer Portugiesischen Galeere. Er legte einen Film aus Licht über Christine und sprach: Dies Licht wird dich schützen. Sei unbesorgt, du wirst befreit werden.

Der Herr schwang seine Tentakel zum Himmel und finstere Wolken zogen auf. Es begann ein peitschender Regen von Fluor-Antimon-Säure über dem gänzlichen Land bplaced.

Christines Fesseln zerlösten sich, doch sie blieb unversehrt durch das Gotteslicht. Dem Herrn dankte Christine und der Regen und die Wölkung verzog.

Christine, die Heldin Sisraleels, bittete den Herrn: ich benötige einen neuen Stab, denn der alte ward gemacht zu Fraß.

Stattdessen deutete Assi_Peter2.0x, der Herr, auf den Horizont und ein Lichtschein erschien.

Dieses Licht weist dir den Weg zu dem Aufenthaltsort des magischen Stabs. Nur du nimmst dieses Licht war und kannst es sehen, damit kein Unehrenhafter den Stab missbrauche. Eile, Christine, dein Volk braucht dich.

Assi_Peter2.0x, der Herr, verschwand in den Tiefen des Sees und Christine lief der Säule aus Licht nach, um den Stock des Herrn zu erretten.

Ein neuer Gottesgehilfe

Das Herrenlicht führte Christine nach einundzwanzig Minuten des Gangs zu einem heruntergekommenen Bauwerk in dem Zentrum der Stadt.

Hier wohnte kein Mensch mehr seit vielen und abermals vielen Monden, denn die Wände waren gerissen und die Wege überwuchert.

Als jedoch Christine die Ruine betrat, erblickte sie Kinder, kaum zwölf an Jahren auf Erden, die Schriftrollen und Schreibertafeln bei sich trugen.

Der heilige Polyacrylstab befand sich inmitten einer öffentlichen Schule des Volkes aus bplacedland. Christine schlich durch die Gänge, immer dem Licht folgend, das sich nur ihren Augen offenbarte.

Schließlich kam sie in einen Raum, wo die Schüler speisten und tranken.

Dort stieg die Lichtsäule empor direkt aus einem Jungen, der Plättchen aus Glas eingefasst in dicken Draht vor seinem Gesicht trug.

Der Junge verschlang soeben die letzte Kelle seines Kartoffelbreis, so der Menüplan es verkündete.

Christine hechtete voller Schrecken zu dem Tische, doch es war bereits zu spät. Sie packte den Jungen am Kragen und zeterte: Bist du dir bewusst, was du tatest?

Du verzehrtest die Reste meines magischen Stabes Stabs!

Der Junge erwiderte: Nein, du irrst. Es war Kartoffelbrei, so denke ich zumindest.

Nein, du irrst, sprach Christine. Dieses Mahl war bereitet aus meinem verpulverten Stab. Sag, wie lautet dein Name?

Gregor heiße ich, antwortete der Junge.

Christine sagte: Du musst mich begleiten, Gregor, denn du trägst jetzt die Kraft des Herrn in dir.

Sie zog Gregor am Rock und schleppte ihn hinaus, um Adalgoh entgegenzutreten.

Gregor wehrte sich stark gegen Christine, doch sein kindlicher Körper vermochte nicht genügend Kraft aufzubringen, sich den Griffen zu entreißen.

Der Junge fragte Christine: Sag, wer du bist, und wozu dient dir diese Kraft, welche mir angeblich innewohnt.

Die Antwort lautete: mein Name ist Christine und ich rette mein Volk Sisraleel vor der Tyrannei eures Herrschers. Man machte meinen magischen Stab, der mir durch den Herrn gegeben ward, zu dem Brei, den du aßest. Jetzt benötige ich dich, oder meine Brüder und Schwestern währen auf ewig in Gefangenschaft.

Jetzt wurden die Augen Gregors groß und er verstand: du bist die Hexe, die unser Land peinigt. Du brachtest Wurmgetier über die Stadt, das meiner Großväter Heim zerstörte. Du trägst die Schuld an allem Unheil der vergangenen Tage. Lasst mich herunter! denn ich weigere mich deiner Unterstützung, du Hexende des Unglückes.

Wusste Christine sich jedoch zu verteidigen und sprach: Es stand nie in der Absicht des Herrn, Unschuldige zu strafen. Assi_Peter2.0x, der Herr, liebt alle Geschöpfe dieser Welt gleichermaßen.

Doch verbat euer Eindringlinger-O die Freiheit seiner Kinder, der Sisraleeliten. Adalgoh blieb stur wie ein Ochse, der unter rasselnde Schlachtmesser geführt werden soll.

Kein Verhandeln vermochte ihn umzustimmen, also stellte der Herr ihm durch mich ein Ultimatum. Zehn Tage der Qualen sollen über seine Herrschaft kommen, ehe er nicht die Forderung annehme.

Warum zehn Tage, fragte Gregor, und erhiehlt als Antwort:

Es war Gottes Plan. und Schweigen folgte.

Nach einigem Zögern: Hinterfrage nicht die Wege des Herrn, die könntest sie nicht ergründen. Allein der pure Versuch ist ein Versagen.

Ich vertraue der Weisheit des Herrn, denn er ist allwissend, und ich weiß, dass er immer das Rechte tut. Dein Heidengeist würde es es nicht verstehen, kleiner bplaceder.

Gregor realisierte sein Missdenken nun und schwieg den Rest des Weges, unterließ jedoch seine Befreiungsversuche nicht.

Angekommen im Kern der Hauptstadt suchte Christine den großen Platz des Regierungspalastes auf. Dort hielt der blasphemische König eine Rede zu seinen Untertanen, doch ward er kreidebleich und leise, als Christine erschien.

Adalgoh war zutiefst erschrocken, und rief herunter zu Christine: das ist unmöglich! Unmöglich kannst du am Leben sein. Es darf nicht sein! Niemand konnte diesen Fesseln entfliehen und überleben.

Da nahm Christine ihren Gregor und stieß ihn in den Erdboden. Gewaltige Nebelwolken stiegen zu Himmeln, der sich daraufhin rebeccapurple färbte.

Der Eindringlinger-O schritt ein: halt! Du schicktest bereits eine Plage an dem heutigen Tage. Mein Volk wird der zweien nicht überstehen. Habt Gnade mit mir und meinen Mannen.

Christine nickte und sprach: So ist es. Am heutigen Tage wird kein weiteres Unheil über bplaced kommen.

Dann erhob sie den Gregor und die Sonne blitzte über die Ekliptik, bis sie am Horizont versank. Es herrschte tiefste Nacht, dann erschien gleich darauf das Himmelsgestirn im Osten, ein neuer Tag brach an.

Jetzt wird Unheil über bplaced kommen, und stieß abermals den Gregor des Herrn zu Boden.

Von den Bergen des Laalsaas traten gewaltige Dampfschwaden, die krochen über die Felder und Weiden bis zur Stadt. An ihnen schossen entlang gewaltige Barren silbernen Lichts und formten einen weiten Tunnel.

Die Menschen schrien in Terror ob dieses Ereignisses, doch als hervortrat der Vollstrecker, ward ihr meres Schreien zu einem tosenden, schrillenden Brüllen.

Es war Prinz Adam, der Gottesschlächter, jener in der Stadt erschien.

Seht, was euch Sündern blüht, kriesch Christine und brach in manisches Gelächter aus. Ihr Haar wehte wild der Macht wie Seetang in einem Sturm.

Prinz Adam zerhackte ein Dutzend Heiden und sprach: Ihr, ihr alle schadet dem Herrn mit euren Taten. Seht, welch Blaspheme hier thront und in das Gesicht des Herrn spottet. und erschlug vier Kinder.

Einst brachte ich Frieden über ein fernes Land, doch nun benötigt ihr meine Weisheit und Hilfe. Du, Gekrönter, bist du bereit, die Gotteskinder freizulassen, auf dass sie ihr ewig göttliches Glück finden. Antworte nicht denn ich kenne bereits dein Replair.

Zur Strafe sollen all diese Tunichtgute sterben. und er erhob das flammende Schwert – massive Flammsäulen sprangen auf und alles und jeder rund um einhundert Ellen wird feine Asche.

Zwei Korridore der Linken und der Rechten stieß der Todesprinz in die Menge und alles in ihrem Weg bis zum Horizont verstarb qualvoll.

Die Leute verrannten durcheinander und fluchten und lamentierten, jedoch war jeder Versuch des Entfliehens vergebens, denn der gerechte Zorn des Herren wird immer die Ungläubigen verdammen, so sehr sie auch widerstehen.

Zwei Hiebe und dann abermals zwei Hiebe mit der riesigen Klinge; dreitausend Mannen sind tot.

Von der Hitze der glühenden Schneide gingen die Dachstühle und Lager in Flammen auf; Rußwolken erstickten die Menschen und das Vieh und man konnte kaum vor sich sehen.

Der gute Prinz Adam richtete nicht nur über die offenen Sünder, er erkannte auch die heimlichen Diener Spamatans.

So entköpfte er sechzig der Sisraleeliten und sagte: Denket nicht, ihr könnt euch verstecken. Diese wehrlosen Kinder und Greise hintergingen den Herrn und tarnten sich als Fromme. Ohne sie wird das Volk Sisraleel erblühen, denn sie waren heidnischer Balast.

Als er das sprach, zerfleischte er zehn weitere Bürger. Die Menschen flohen in die Gebirge und in die zerklüfteten Täler, wo sie schrecklich unter Schlagsteinen umkamen.

Prinz Adam ermordete weitere einhundert Mannen, bis er dann in den lichten Tunnel zurückschritt, abgeschlagene Glieder in beiden Händen.

Er sprach: Mein Werk ist vollbracht. Siehe nun deine Fehler und dein barbarisches Verhalten ein, du Herrscher dieses Landes.

Solch Heiden wie du bringen nur Leid und Unheil über die Menschheit.

Beuge dich dem Willen des Herrn und lasse Sisraleel frei.

Ich muss zurück an einen anderen Ort, um Assi_Peter2.0x, den Herrn, zu großem Ruhm zu verhelfen. Sprach’s und verschwand im Nebel.

Das Licht zerbrach und die Scherben zerteilten abermals fünfundfünzig Sündige.

Zurück blieb Adalgoh, der voller Schrecken das Massaker mit ansehen musste. Er rief voller Angst zu Christine, die noch immer furienhaft wallte –: genug!

Stoppe deinen Irrsinn. Kein Volk der Welt und kein König der Welt könne diese Katastrophen ertragen.

Der Sieg ist euer. Ich erkenne eure Überlegenheit an, Gott der Sisraleeliten, mächtiger Herr.

Ich lasse das Volk Sisraleel frei, nur soll kein weiterer Schaden mehr verrichtet werden in diesen Landen.

Er befahl seinen Soldaten, die Sisraleeliten von all ihren Fesseln zu befreien.

Sie sollten ziehen mit reichlich Vorräten und ohne jedwede Störung.

Doch Christine versperrte ihren Weg und sprach: Du wirst mir nich so leicht davonkommen, Eindringler-O.

Mein Ultimatum galt zehn Tage und Nächte, aber diese Zeit ist noch nicht verronnen.

Morgen sollst du bezahlen für deine Untaten, und sie schwang ihren Gottesgregor, auf dass gewaltige Felsen ringsrum hervorbrachen um das Land bplaced.

So konnte kein Mensch entfliehen und flüchten.

Christine wandte sich an ihre verängstigten Genossen und sprach: ich verspreche euch: in fünf Tagen sind wir frei.

Assi_Peter2.0x, der Herr, konnte all dies sehen und sah, dass es gut war in seinem Sinne.